Donnerstag, 13. Mai 2010

MORGAN STANLEY bewertet Daimler mit SELL

Total von der Rolle muss Herr Adam Jonas von MORGAN STANLEY gewesen sein, als er am 29.04.2010 die Daimler-Aktie mit einem Kursziel von 29 EURO und SELL bewertete.
Heute übersprang der Kurs der Aktie die 40-Euro-Marke.
Vielen Dank Herr Jonas für die tolle Empfehlung

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Deutsche Telekom -Top oder Flop

Da haben die Kurs-Barden von Goldman Sachs (GS) ja mal wieder einen Coup gelandet. Die Aktien der Deutschen Telekom werden auf "Sell" gesetzt, gleichzeitig hebt man das Kursziel von 8,70 EUR auf 9,60 EUR an. Man fragt sich, ob Analyst Tim Boddy (der ist zu diesem Schluss gekommen) vor einem Jahr auch die Aktien des eigenen Hauses auf "Sell" gesetzt hat.
Die  Herren von der Citigroup sind da nicht so zimperlich, setzen sie doch die Telekom-Aktie auf "Hold" und heben das Kursziel von ursprünglich 8,20 EUR auf 10,30 EUR an. Ein wesentlicher Bewertungsbaustein war dabei der solide Cashflow vieler Unternehmen in der Telekom-Branche.
Das sehen auch die Jungs von der Wirtschaftswoche (WiWo) so. Sie gehen davon aus, dass Herr Obermann alles daran setzen wird, damit die Deutsche telekom ihren Aktionären auch für das Jahr 2009 eine Dividende von 0,78 EUR auszahlen. Die Voraussetzungen dafür seien gut.

Montag, 19. Oktober 2009

Kaum zu glauben: Die WestLB zu Daimler

Heute (19.10.2009) veröffentliche Daimler ganz überrraschend vor dem geplanten Termin vorläufige Zahlen zum III. Quartal 2009. Die Zahlen pushten den Kurs der Daimler-Aktie um satte 7% in die Höhe.

Und was sagen die Herren Analysten von der WestLB dazu? Man stuft die Aktie doch glatt von Sell auf Neutral hoch und passt das Kursziel von 17,10 an den aktuellen Kurs (heute: 37,62 EUR) an. Wie bitte? Von 17,10 auf 37,62? Kann doch irgendwie nicht war sein. Wer solchen Einschätzungen traut, der sollte es mal mit 17 & 4 probieren.

Mittwoch, 19. März 2008

Technische Analyse

Heute zur Abwechslung mal etwas Charttechnik, vor allem weil es nach dem rasanten Ausverkauf an der Börse so schön optimistisch klingt

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Der Abwärtsdruck beim DAX (Xetra: Nachrichten) lässt nach Ansicht technischer Analysten nach. Aha, er hört nicht auf !!! Die Voraussetzungen für eine ausgedehnte Erholung stufen sie günstig ein. Die Stimmung unter den Marktteilnehmern hat sich jedoch verschlechtert. Die technischen Analysten der LBBW interpretieren die Kurserholung beim deutschen Leitindex im Verlaufe des gestrigen Tages als leichtes Stabilisierungssignal. Eine durchgreifende Wende benötige aber eine Fortsetzung des kurzfristigen Kursanstiegs. Hierzu sollte der Index das erreichte Kursniveau bei 6.400 Punkten Anzeige verteidigen und keine neuen Tiefpunkte mehr produzieren. Im Handel mit ETFs haben einige Anleger ihre erzielten Gewinne des gestrigen Tages mitgenommen. Nach Angaben der Market Maker von der HypoVereinsbank (Xetra: 802200 - Nachrichten) werden die Indexfonds iShares DAX (DE) (WKN 593393) und iShares DJ Euro Stoxx 50 (Zürich: Nachrichten) (DE) (WKN 593395) mehrheitlich verkauft. Im Handel mit Zertifikaten registrieren die zuständigen Skontroführer deutliche Zurückhaltung. Die meist gehandelten Produkte auf den DAX und den DJ Euro Stoxx 50 (WKN 709335 und 709341) werden überwiegend verkauft. "Die Anleger sind nach dem erneuten Anstieg der Volatilität wieder vorsichtiger geworden. Festzustellen ist dies an sinkenden Umsätzen. Kurzfristig ausgerichtete Investoren gehen von Gewinnmitnahmen aus und setzen auf fallende Kurse", berichtet ein Händler. Heute verliert der DAX bis zur Mittagszeit 62 Punkte und notiert bei 6.331 Punkten. Der TecDAX® büßt 16 Zähler auf 700 Punkte ein. Gute Chancen für eine intensivere Erholung Wieland Staud von Staud Research sieht in der aktuellen Entwicklung einige Hinweise für ein vorläufiges Ende der Abwärtsbewegung beim DAX. "Der Test der sehr starken und wichtigen Unterstützung im Bereich von 6.160 Punkten am vergangenen Montag war womöglich der Abschluss einer aus fünf Abwärtswellen bestehenden Korrekturphase. Die schnelle Erholung von diesem Kursniveau und die sich andeutende Stabilisierung der Finanztitel lassen es aus meiner Sicht wahrscheinlicher werden, dass der DAX bald eine größere Erholungsbewegung in Richtung 7.000 Punkte starten wird." Als Einschränkung weist der technische Analyst darauf hin, dass das vor allem am Dienstag ausgesendete Stabilisierungssignal durch einen positiven Wochenschlusskurs am Donnerstag dieser Woche noch bestätigt werden müsse. "Fällt der DAX wider Erwarten unter die Unterstützungszone bei 6.160 Punkten zurück, setze sich der Abwärtstrend fort und es könnte schnell in Richtung 5.700 Punkten gehen", erklärt Staud. Mittelfristig sei der aktuelle Rücksetzer als Korrekturphase auf den fünfjährigen Aufwärtstrend zu verstehen. "Der Beginn der laufenden Abwärtsbewegung lag ziemlich genau im Oktober 2007. Für gewöhnlich dauern Korrekturphasen nicht länger als sechs bis acht Monate, so dass auch aus diesem Blickwinkel die Chancen auf eine Wende nicht schlecht stehen", resümiert Staud. Bereits einen Schritt voraus seien die US-Indizes. Dow Jones (Nachrichten) und S&P 500 sei es in den vergangenen beiden Tagen gelungen, ihre zentralen Unterstützungsbereiche bei 12.000 bzw. 1.270 Punkten nachhaltig zu verteidigen. "Aus dieser Tatsache ergeben sich charttechnisch gute Chancen, eine kurzfristige untere Umkehrformation zu bilden. Als Folge könnte der Dow Jones mittelfristig bis 13.000 Punkte und der S&P 500 bis 1.400 Punkte ansteigen.", mutmaßt Staud. Für beide Indizes gelte allerdings die gleiche Aussage wie für den DAX. Fallen sie deutlich unter ihre Jahrestiefpunkte bei 11.740 bzw. 1.269 Punkten, werde sich der Abwärtstrend mit höherer Dynamik fortsetzen. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario stuft Staud aber nicht hoch ein. Bullenlager schrumpft Bei den 300 aktiven Investoren, die die Börse Frankfurt jeden Mittwoch befragt, hat sich die Marktstimmung für den DAX deutlich verschlechtert. 14 Prozent haben sich den Bären angeschlossen und sind short gegangen, 11 Prozent der Befragten, die zuvor long positioniert waren, haben sich von ihren Positionen verabschiedet. 23 Prozent, 3 Prozent weniger als vor einer Woche, sind der Meinung, dass sich in den kommenden vier Wochen wenig ändert wird. © 19.März 2008 /Andreas Wolf

Montag, 10. März 2008

Deutsche Post Zusammenfassung

Nach Zumwinkels Abgang und den Jahresergebnissen gab es natürlich eine große Anzahl von Analystenmeinungen. Hier eine Zusammenfassung:

Datum Rating Analyst Kurzziel
07.03.2008 strong buy Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA bleibt 28 EUR
07.03.2008 akkumulieren Independent Research GmbH 23 EUR
07.03.2008 kaufen Wertpapier k.A.
06.03.2008 strong buy Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA bleibt 28 EUR
06.03.2008 kaufen National-Bank AG bleibt 27,50 EUR
06.03.2008 hold Citigroup Corp. bleibt 23 EUR
06.03.2008 reduce equinet Institutional Services AG bleibt 22 EUR
06.03.2008 akkumulieren AC Research k.A.
06.03.2008 Selected List Cheuvreux SA bleibt 28 EUR
04.03.2008 neutral UBS AG bleibt 24,80 EUR
04.03.2008 buy Deutsche Bank AG bleibt 26 EUR
03.03.2008 hold Citigroup Corp. bleibt 23 EUR
28.02.2008 Downgrade equinet Institutional Services AG bleibt 22 EUR
20.02.2008 strong buy Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA bleibt 28 EUR
20.02.2008 akkumulieren AC Research k.A.
19.02.2008 Selected List Cheuvreux SA bleibt 28 EUR
14.02.2008 akkumulieren AC Research k.A.
06.02.2008 akkumulieren Independent Research GmbH 22 EUR
01.02.2008 overweight JP Morgan Chase & Co. 29,60 EUR
29.01.2008 akkumulieren AC Research k.A.
25.01.2008 buy Deutsche Bank AG bleibt 26 EUR
25.01.2008 hold Equinet Institutional bleibt 22 EUR
24.01.2008 strong buy Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA bleibt 28 EUR
24.01.2008 akkumulieren Independent Research GmbH von 23 auf 22 EUR
24.01.2008 Upgrade Equinet Institutional bleibt 22 EUR
24.01.2008 overweight JP Morgan Chase & Co. k.A.
24.01.2008 halten Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) von 24,50 auf 21,50 EUR
24.01.2008 buy SEB AG bleibt 23 EUR
24.01.2008 add WestLB AG bleibt 25 EUR
22.01.2008 Selected List Cheuvreux von 27 auf 28 EUR
21.01.2008 neues Kursziel UBS AG von 23 auf 24,80 EUR
21.01.2008 overweight JP Morgan Chase & Co. bleibt 29,60 EUR
08.01.2008 overweight Morgan Stanley von 24 auf 30 EUR
03.01.2008 Downgrade Equinet Institutional k.A.
03.01.2008 halten AC Research k.A.
27.12.2007 verkaufen Wirtschaftswoche k.A.
21.12.2007 verkaufen Hamburger Sparkasse AG (Haspa) k.A.

Insgesamt wird deutlich, dass sich eigentlich nur bei einer ganz ´geringen Anzahl von Analysten eine wesentliche Veränderung der Erwartungen ergeben hat.

Donnerstag, 6. März 2008

Equinet Institutional: Deutsche Post reduce

Ganz anderes als Sal. Oppenheim diese Einschätzung:

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Jochen Rothenbacher, Analyst von Equinet Institutional, stuft die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) unverändert mit "reduce" ein und bestätigt das Kursziel von 22 EUR. Die Zahlen des vierten Quartals hätten kaum Überraschungen beinhaltet. Das Ergebnis sei dank eines höheren Ergebnisses in der Logistik-Sparte leicht besser als erwartet ausgefallen. Abgesehen davon sei der Ausblick für 2008 und 2009 bestätigt worden. Für den Mehrheitseigner, die KfW Mittelstandsbank, dürfte sich nach den Zahlen ein günstiges Zeitfenster für die zum Verkauf stehenden Post-Anteile öffnen. Nach der Analystenkonferenz könnten sich Revisionen ergeben. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten von Equinet Institutional die Aktie der Deutschen Post weiterhin zu reduzieren. (Analyse vom 06.03.08) (06.03.2008/ac/a/d) Analyse-Datum: 06.03.2008

So richtig klar wird mir der Hintergrund für diese Einschätzung nicht, aber man lässt sich ja noch ein Hintertürchen offen mit "Nach der Analystenkonferenz..."

Sal. Oppenheim:Deutsche Post strong buy

Gestern gab die Gelbe Post ihre Jahresergebnisse 2007 bekannt und natürlich folgenden die Neueinstufungen der Analysten auf dem Fuße.

Ich habe noch nicht alle Einschätzungen gesichtet, aber am weitesten wagt sich wohl der Analyst von Sal. Oppenheim vor:

Köln (aktiencheck.de AG) - Markus Hesse, Analyst von Sal. Oppenheim, stuft die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) unverändert mit "strong buy" ein und bestätigt den Fair Value von 28 EUR. Die Deutsche Post sei mit den Ergebnissen des abgelaufenen Jahres etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben, was aber nicht dramatisch sei. Klare Aussagen im Hinblick auf die Deutsche Postbank und das US-Expressgeschäft seien unterdessen nicht gemacht worden. Positiv hervorzuheben sei das fundamentale Cash Flow-Potenzial des Unternehmens. Von den beabsichtigten Immobilienverkäufen im Volumen von 1 Mrd. EUR habe die Deutsche Post bereits 350 Mio. EUR Barmittel generiert. Für die Aktie spreche insbesondere die Konzentration des Managements auf Barausschüttungen an die Anteilseigner. Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten von Sal. Oppenheim für die Aktie der Deutschen Post weiterhin bei dem Votum "strong buy". (Analyse vom 06.03.08) (06.03.2008/ac/a/d) Offenlegungstatbestand nach WpHG §34b: Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen. Analyse-Datum: 06.03.2008

Das ist wirklich ein heres Ziel. Das wäre ein Zuwachs von rd. 25% gegenüber dem heutigen Kurs.

Donnerstag, 28. Februar 2008

SEB: Deutsche Telekom buy

Wie nicht anders zu erwarten gibt es einen Tag nach den Jahresergebnissen 2007 heute eine ganze Reihe neuer Analysteneinstufungen zur Telekom-Aktie.

Beinahe traditionell positiv gibt sich SEB:

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Aleksander Kuntz, Analyst der SEB, bewertet die Aktie der Deutschen Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) im aktuellen "AnlageFlash" mit dem Rating "buy".

Die Deutsche Telekom habe heute Morgen die Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2007 veröffentlicht. Das Zahlenwerk habe die zuvor kommunizierte Unternehmensprognose und die Markterwartungen bestätigt. Einziger Wehrmutstropfen sei der relativ hohe Rückgang
des unbereinigten Nettoergebnisses auf -757 Mio. Euro (nach 898 Mio. Euro) gewesen. Der Hauptgrund für den relativ starken Rückgang seien Rückstellungen für Restrukturierungen und die geplanten Personalanpassungen im Konzern gewesen.

Der Umsatz habe 2007 62,52 Mrd. Euro (61,35 Mrd. Euro) betragen, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 1,9% entspreche. Der bereinigte EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) habe mit 19,33 Mrd. Euro (19,43 Mrd. Euro) leicht unter dem Niveau des Vorjahres gelegen und sollte auf steigende Materialkosten zurückgeführt werden können. Das bereinigte Nettoergebnis habe 3,0 Mrd. Euro (3,85 Mrd. Euro) betragen und ebenfalls unter dem Vorjahresniveau gelegen, aber über den Markterwartungen.

Das Management beabsichtige am 16.05.2008 für das Geschäftsjahr 2007 eine Dividende von 0,78 Euro (0,72 Euro) zu bezahlen. Der Auslandsumsatz sei 2007 um 10,2% auf 31,8 Mrd. Euro gestiegen und steuere derzeit 50,9% des Konzernumsatzes bei. Der Anstieg werde vor allem von der Mobilfunk getragen, wo der Umsatz insgesamt um 8,41% auf 34,7 Mrd. Euro expandiert und zum Jahresende über 119,6 Mio. (108,5 Mio.) Teilnehmer verfügt habe. Die veröffentlichten Geschäftszahlen hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen.

Aus Sicht der technischen Analyse sollten Aktien der Deutschen Telekom auf dem jetzigen Niveau gehalten, aber unbedingt mit einem Alarm in Höhe von 12,46 Euro abgesichert werden, so Andreas Klähn, technischer Analyst der SEB. Diese sehr starke Unterstützung sei bereits im Laufe des Jahres 2007 mehrfach erfolgreich verteidigt worden. Würde sie durchbrochen, zöge das ein erweitertes Rückschlagspotenzial bis zur nachfolgenden Unterstützung bei 11,15 Euro mit sich.

Markttechnisch überwögen noch die negativen Impulse. Die langfristigen Trendindikatoren MACD und Momentum würden fallen und auch bei den mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren würden nur die Stochastics eine gewisse Stabilisierung zeigen, während der RSI noch leicht falle. Tests der Unterstützung bei 12,46 Euro seien somit nicht auszuschließen. Die Chancen auf eine erneute Verteidigung dieser Marke seien aber gegeben. Widerstände lägen bei 13,12 Euro, 13,97 Euro und 14,49 Euro. In den nächsten Wochen dürfte zumindest letztgenannte Marke kaum erreichbar sein.

Aus fundamentalen Gesichtspunkten bestätigen die Analysten der SEB ihr Kursziel von 16,00 Euro und stufen die Aktie der Deutschen Telekom mit "buy" ein. (Analyse vom 28.02.2008) (28.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 28.02.2008

Das Kursziel liegt exakt auf der Marke, die auch in der Einschätzung vom 7.12.2007 anvisiert wurde. Die technische Einschätzung las sich seinerzeit allerdings ganz anders:

Aus Sicht der technischen Analyse sollten Deutsche Telekom-Aktien gehalten werden, so Andreas Klähn, Analyst der SEB. Aktuell werde der leichte Widerstand bei 15,22 EUR getestet. Die Chancen auf einen Ausbruch über diese Marke stünden gut, allerdings lasse die Aufwärts-Bewegungsdynamik nach, wie die mittelfristigen Overbought/Oversold Indikatoren zeigen würden. Insofern könnte es zunächst zu einer Verschnaufpause kommen.

Sehr freundlich präsentiere sich hingegen das langfristige Trendumfeld. MACD und Momentum würden einen zunehmenden Überhang an Aufwärtspotenzial und -dynamik bescheinigen. Der Ausbruch über 15,22 EUR wäre ein neuerliches Kaufsignal und würde Potenzial bis zum nachfolgenden Widerstand bei 16,49 EUR freisetzen. Positionen sollten mit einem Alarm in Höhe von 14,49 EUR versehen werden. An dieser Stelle befinde sich eine starke Unterstützung. Die Chancen seien bei der Deutschen Telekom stärker ausgeprägt als die Risiken, insbesondere aus längerfristiger Sicht.

Ja, die 16,49 haben wir dann doch nicht gesehen. Auf Basis des gestrigen Schlusskurses verlor die Aktie seit der Einschätzung vom Dezember 2007 fast 15%.

Dienstag, 26. Februar 2008

Dexia Securities: Deutsche Telekom Upgrade

Die Bilanzpressekonferenz der Deutschen Telekom zum Geschäftsjahr 2007 am 28.02.2008 wird auch die Analystenzunft wieder mit Neueinschätzungen auf den Plan rufen. Schon etwas vorfristig kommt Dexia Securities mit einem Upgrade:

Brüssel (aktiencheck.de AG) - Rob Goyens, Analyst von Dexia Securities, stuft die Aktie der Deutschen Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) von "reduce" auf "neutral" hoch, bestätigt aber das Kursziel von 15 EUR.

Am 28. Februar stünden die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr an. Kundenzahlen seien bereits vom Unternehmen veröffentlicht worden. Zudem sei eine Erhöhung der Dividende angekündigt worden. Der Bericht dürfte nicht viele Überraschungen beinhalten. Der Großteil der Beachtung dürfte auf die Entwicklung des Inlandsgeschäfts entfallen, wie auch auf die USA und den Cash Flow.

Im vierten Quartal dürfte die Deutsche Telekom Umsätze von 15,78 Mrd. EUR erwirtschaftet haben, womit im Gesamtjahr die Einnahmen bei 62,14 Mrd. EUR liegen sollten. Das Q4-EBITDA werde bei 4,75 Mrd. EUR erwartet. Auf Gesamtjahressicht würden 19,41 Mrd. EUR erwartet.

Kurzfristig seien zwar nur wenige Impulse zu erkennen. Es drohe jedoch auch nur ein geringes Abwärtsrisiko.

Vor diesem Hintergrund bewerten die Analysten von Dexia Securities die Aktie der Deutschen Telekom nunmehr mit dem Votum "neutral". (Analyse vom 26.02.08) (26.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 26.02.2008

Eigentlich fragt man sich, warum ein mit einer Erwartung von 15% die Aktie nur für ein "neutral" gut ist.

Insgesamt waren die Einstufungen der letzten Wochen zur Telekom-Aktie durch ein stetes Auf und Ab gekennzeichnet. Eine einheitliche Tendenz ließ sich nur schwer ausmachen. Hier ein Überblick:

Datum Rating Analyst Kursziel
26.02.2008 Upgrade Dexia Securities Inc. 15 EUR
30.01.2008 underweight JP Morgan Chase & Co. k.A.
30.01.2008 neues Kursziel Goldman Sachs Group Inc. von 16,50 auf 15,70 EUR
29.01.2008 kaufen SES Research GmbH 16,50 EUR
29.01.2008 halten AC Research k.A.
29.01.2008 reduzieren Independent Research GmbH 12,50 EUR
29.01.2008 hold WestLB AG 15 EUR
22.01.2008 neues Kursziel Deutsche Bank AG 16,20 auf 16,90 EUR
18.01.2008 Downgrade Goldman Sachs Group Inc. unveränd. 16,50 EUR
16.01.2008 underweight JP Morgan Chase & Co. 14,80 auf 14,40 EUR
09.01.2008 outperform Credit Suisse Group unveränd. 17,50 EUR
09.01.2008 Downgrade Dexia Securities 15 EUR
27.12.2007 weiterhin bullisch JRC 16,50 EUR
21.12.2007 outperform Cheuvreux von 15,50 auf 17 EUR
21.12.2007 equal-weight Morgan Stanley 15 EUR
20.12.2007 hold Commerzbank Corp. & Markets 13,60 EUR
19.12.2007 halten AC Research k.A.
17.12.2007 neues Kursziel Credit Suisse Group 15,50 auf 17,50 EUR
10.12.2007 neutral JP Morgan Chase & Co. k.A.
07.12.2007 neues Kursziel Goldman Sachs Group Inc. 16 auf 16,50 EUR
07.12.2007 add Dexia Securities 15 EUR
07.12.2007 reduzieren Independent Research GmbH 13 auf 14 EUR
07.12.2007 kaufen SES Research GmbH 13,60 auf 16,50 EUR
07.12.2007 hold SEB AG 16 EUR
07.12.2007 halten AC Research k.A.
05.12.2007 reduzieren AC Research k.A.
30.11.2007 neues Kursziel Morgan Stanley 15,50 EUR

SEB: Commerzbank strong buy

Bereits am 14.02.2008 hatte SEB die Commerzbank-Aktie mit "strong buy" eingeschätzt und dabei ein Kurzziel von 35,50 EUR bestätigt. Nunmehr kommt aus dem gleichen Hause die folgende Einschätzung:

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die Commerzbank-Aktie (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) mit "strong buy" ein.

Die Commerzbank habe trotz weiterer Belastungen in Q4 in 2007 erneut ein Rekordergebnis von 1,92 Mrd. EUR vorgelegt (+20%). Die Aktionäre würden eine um 25 Cent höhere Dividende von 1,00 EUR erhalten. In Q4 seien auf die Subprime-Bestände noch einmal 248 Mio. EUR abgeschrieben worden. Damit würden sich die Belastungen
auf 585 Mio. EUR summieren. Dies liege im Rahmen der letzten Prognosen. Operativ habe der Gewinn mit 2,51 Mrd. EUR leicht unter dem Vorjahreswert von 2,65 Mrd. EUR gelegen. Die nochmaligen Abschreibungen, die Verluste bei der Tochter Essen Hyp sowie die Belastungen aus der Neuordnung im Staatsfinanzierungsgeschäft hätten zu diesem Rückgang geführt.

Die Bereiche Privat- und Geschäftskunden, Mittelstandsbank sowie Commercial Real Estate seien die Ergebnistreiber geblieben. Sie hätten die starken Rückgänge im Segment Corporates & Markets (C&M) mehr als ausgleichen können. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern habe sich auf 15,4% nach 14,2% verbessert. Die operative Aufwandsquote habe mit einem Anstieg auf 64,2% nach 59,6% enttäuscht, was aber mit dem Ergebnisrückgang bei C&M zu erklären sei. Ins neue Jahr sei die Commerzbank gut gestartet. Würden weitere negative Überraschungen ausbleiben, dürfte die Commerzbank in 2008 das Top-Niveau aus 2007 übertreffen.

Positiv anzumerken sei, dass die Commerzbank mit den 2007er Daten trotz der schweren Finanzmarktkrise und weiterer Belastungen in Q4 erneut ein Rekordergebnis eingefahren habe. Bis auf das Kapitalmarktgeschäft hätten alle übrigen Sparten operativ solide und ertragsstarke Teilergebnisse abgeliefert (Privat- und Geschäftskunden, Mittelstandsbank, BRE). Die Risikovorsorge sei mit 479 Mio. EUR fast um die Hälfte niedriger als in 2006 gewesen. Die Subprime-Belastungen hätten sich auf 585 Mio. EUR summiert und würden im Rahmen liegen. Weitere Belastungen sollten "im Rahmen" bleiben.

Da die Ergebniszusammensetzung auf soliden Beinen stehe, dürfte die Commerzbank auch in schwierigeren Zeiten (moderateres Wachstum in den Kernmärkten) beachtliche Gewinne erzielen. Positiv würden die Analysten das Asset Management werten. Die Cominvest habe dank des Programms "Alpha" gute Wachstumsraten erzielt. Die weitere beachtliche Dividendenerhöhung werde ebenfalls positiv gesehen.

Es gebe neues Enttäuschungspotenzial, falls die Risikopositionen noch höher als bislang geschätzt ausfallen bzw. falls infolge von Downgrades seitens Ratingagenturen weitere Wertberichtigungen notwendig würden. Die zu erwartende Konjunkturverlangsamung könne sich auf das Geschäft stärker als erwartet niederschlagen. Das Geschäftsfeld Öffentliche Finanzierung sei zuletzt defizitär gewesen und bedürfe einer Reorganisation (Essen Hyp).

Die Commerzbank stehe zwar auf soliden Beinen und könne die aktuelle Krise besser als erwartet verarbeiten. Angesichts der konjunkturellen langsameren Gangart sei aber eine kleine Anpassung bei den Gewinnen nötig. Dennoch sei die Aktie günstig.

Die Analysten der SEB stufen die Commerzbank-Aktie mit "strong buy" ein. Das Kursziel werde von 35,50 Euro auf 31,00 EUR reduziert. (Analyse vom 25.02.2008) (25.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 25.02.2008

Die verbale Einschätzung ist die gleiche, das Kursziel wurde jedoch um mehr als 12% reduziert. Möglicherweise liegt es ja an dem "neuen Enttäuschungspotential".

An dieser Stelle auch noch eine Zusammenfassung von Einschätzungen zur Cobank-Aktie der letzten Wochen:

Datum Rating Analyst Kurzziel
26.02.2008 strong buy SEB AG von 35.50 auf 31 EUR
19.02.2008 buy equinet Institutional Services AG von 27 auf 26 EUR
18.02.2008 overweight Lehman Brothers Inc. bleibt 30 EUR
18.02.2008 neues Kursziel WestLB AG von 32 auf 29 EUR
15.02.2008 neutral JP Morgan Chase & Co. von 28,12 auf 28,20
15.02.2008 kaufen Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) k.A.
14.02.2008 akkumulieren Independent Research GmbH von 21 auf 23 EUR
14.02.2008 strong buy SEB AG bleibt 35,50
13.02.2008 accumulate equinet Institutional Services AG bleibt 27 EUR
13.02.2008 neues Kursziel Lehman Brothers Inc. von 34 auf 30 EUR
11.02.2008 neues Kursziel Morgan Stanley von 34 auf 32 EUR
11.02.2008 buy Citigroup Corp. bleib 24 EUR
06.02.2008 neues Kursziel Citigroup Corp. von 35 auf 24 EUR
28.01.2008 neues Kursziel UBS AG von 31 auf 22 EUR
25.01.2008 neues Kursziel WestLB AG von 38 auf 32 EUR
22.01.2008 akkumulieren Independent Research GmbH von 25 auf 21 EUR
22.01.2008 kaufen Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) k.A.
21.01.2008 Downgrade Deutsche Bank AG von 33 auf 25,50 EUR
14.01.2008 neues Kursziel Goldman Sachs Group Inc. von 31,11 auf 30 EUR
07.01.2008 akkumulieren AC Research k.A.
04.01.2008 neues Kursziel Bear Stearns Companies Inc. von 41 auf 33,30 EUR
03.01.2008 kaufen Minerva Investments bleibt 33,50 EUR
Kurios sind die Kursziele einiger Analysten. Bis auf 2 Stellen nach dem Komma !